Grundlagen
Technisches SEO verstehen
Der beste KI-gestützte Text bringt wenig, wenn eine Suchmaschine die Seite technisch gar nicht richtig erfassen kann. Technisches SEO sorgt dafür, dass Inhalte überhaupt gefunden, verstanden und für Nutzer zuverlässig ausgeliefert werden. KI-Tools schreiben keine robots.txt und beheben keine defekten Links von selbst.
Crawling und Indexierung
Damit eine Seite bei Google erscheinen kann, muss sie zunächst gecrawlt und indexiert werden. Eine saubere interne Verlinkung, eine aktuelle sitemap.xml und eine robots.txt, die wichtige Bereiche nicht versehentlich blockiert, sind Grundvoraussetzungen. Die Google Search Console zeigt, welche Seiten indexiert sind und wo Probleme auftreten – ein Blick hinein lohnt sich regelmässig.
Ladezeit und Core Web Vitals
Ladezeit und wahrgenommene Stabilität einer Seite beeinflussen sowohl die Nutzererfahrung als auch die Bewertung durch Google. Grosse, unkomprimierte Bilder, unnötige Skripte und aufwendige Drittanbieter-Einbindungen zählen zu den häufigsten Bremsen. Werkzeuge wie PageSpeed Insights zeigen konkrete Ansatzpunkte, ersetzen aber nicht die technische Umsetzung der Verbesserung.
Mobile Nutzbarkeit
Google bewertet primär die mobile Version einer Seite. Eine Seite, die auf dem Smartphone schwer lesbar, langsam oder schwer bedienbar ist, hat es entsprechend schwerer – unabhängig davon, wie gut der Text inhaltlich ist.
Struktur und semantisches HTML
- Eine H1 pro Seite: Eine klare Hauptüberschrift, darunter eine sinnvolle Hierarchie aus H2 und H3 statt willkürlicher Überschriftenebenen.
- Sprechende URLs: Kurze, lesbare Adressen statt kryptischer Parameter oder Zahlenkolonnen.
- Interne Verlinkung: Thematisch verwandte Seiten sinnvoll verlinken, damit sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen den Zusammenhang erkennen.
- Aussagekräftige Meta-Angaben: Title und Description, die den Seiteninhalt korrekt zusammenfassen, statt Keyword-Anhäufungen.
- Strukturierte Daten: Schema.org-Markup, wo passend, um Suchmaschinen zusätzlichen Kontext zu liefern.
robots.txt und sitemap.xml richtig einsetzen
Zwei kleine Dateien steuern, wie Suchmaschinen eine Website erfassen. Die robots.txt teilt Crawlern mit, welche Bereiche sie besuchen dürfen und welche nicht – ein häufiger Fehler ist, versehentlich ganze Verzeichnisse oder sogar die komplette Website zu sperren, etwa nach einem Relaunch. Die sitemap.xml listet die Seiten auf, die indexiert werden sollen, und hilft Suchmaschinen besonders bei grösseren oder neuen Websites, relevante Inhalte schneller zu finden. Beide Dateien sollten nach jeder grösseren Strukturänderung geprüft werden.
Strukturierte Daten im Detail
Schema.org-Markup liefert Suchmaschinen zusätzlichen, maschinenlesbaren Kontext zu einer Seite – etwa dass es sich um ein Rezept, eine Produktseite, einen FAQ-Bereich oder einen redaktionellen Artikel handelt. Strukturierte Daten verbessern nicht automatisch die Platzierung, können aber dazu beitragen, dass eine Seite in den Suchergebnissen mit zusätzlichen Informationen dargestellt wird, etwa als Frage-Antwort-Aufklappelement. Wichtig ist, dass das Markup den tatsächlichen, für Nutzer sichtbaren Seiteninhalt korrekt widerspiegelt – fehlerhaftes oder irreführendes Markup kann von Suchmaschinen ignoriert oder abgestraft werden.
Häufige technische Fehler in der Praxis
- Versehentliches noindex: Eine Seite trägt ein noindex-Tag aus einer früheren Testphase, das nach dem Livegang vergessen wurde.
- Defekte interne Links: Verlinkungen auf gelöschte oder umbenannte Seiten führen ins Leere und verschlechtern sowohl Nutzererfahrung als auch Crawling-Effizienz.
- Fehlende oder doppelte Canonical-Tags: Uneindeutige Angaben zur bevorzugten URL-Version können zu Duplicate-Content-Problemen führen.
- Nicht komprimierte Bilder: Grosse Bilddateien ohne Komprimierung oder modernes Format (etwa WebP) bremsen die Ladezeit spürbar.
- Fehlende Weiterleitungen: Nach einer URL-Änderung fehlt eine 301-Weiterleitung von der alten auf die neue Adresse, wertvolle Verlinkungen und Rankings gehen verloren.